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Schuhplatteln

Das Goaßlschnoizen

Bei uns heißt die Fuhrmannspeitsche „Geißel“, in unserem Dialekt „Goaßl“. Das Krachen der Geißel heißt „schnalzen“, im Dialekt „schnoizn“.

Unsere Goaßln sind langstielig und besitzen eine relativ kurze Schnur. Der biegsame Stiel ist etwa 1,40 m bis 1,50 m lang und verjüngt sich vom Griff bis nach oben hin zur Öse. Der Stiel der Goaßl muss sich biegen lassen und ist meist aus Glasfiber. Der Griff ist entweder aus Holz, oder mit Leder ummantelt.

Über eine etwa 5 cm lange feine Schnur, dem „Schlag“, ist die etwa 1,10 m lange, aus Hanf geflochtene Schnur, der „Strick“, am dünnerem Ende des Goaslstieles an einer Öse angebracht. Die Schnur verjüngt sich nach unten, dort hängt eine kleine gedrehte Quaste, die „Schmitz“, sie ist eine Perlonschnur, wie sie die Maurer als Senkelschnur gebrauchen. Diese Schmitz ist entscheidend, denn durch sie wird das Schnalzen erst möglich.

Durch äußerst schnelle Bewegung erzeugt die Schmitz ein Vakuum, dadurch entsteht innerhalb einer tausendenstel Sekunde ein luftleerer Raum. Durch dieses Vakuum stößt die Luftsäule wieder zusammen und ergibt den Knall.